Bewertung von vibrationsinduzierten Intermodulationen und elektromagnetische Interferenzen (EMI) auf das aktive Hören
In meinem HiFi-Workshop am 21.06.2007 habe ich den Einfluss der Umwelt (Elektrosmog und Vibrationen) auf den Klang von Verstärkern (und angeschlossene Kabel) untersucht.
Das Setup im HiFi-Workshop:
Als Geräte kamen ein NAD 325 BEE, ein DENSEN BEAT 410 auf einem Creaktiv Reference Rack, 2 KEF IQ3 auf Dynaudio Stand 3 zum Einsatz. Alle Geräte und Lautsprecher waren für das aktive Hören modifiziert und standen auf SSC-Basen. HF-Einstreuungen konnten so auch nicht über die Hochton- oder Tieftonspule eindringen oder sich in der Weiche aufschaukeln, da HF-Einstreuungen sofort mit einer Geschwindigkeit von über 50.000V / µsec vernichtet wurden. Die Eingänge des Verstärkers wurden mit speziell von mir entwickelten „Kurzschluss-Steckern“ HF-dicht gemacht. Alle Geräte besaßen eine Musik&Akustik Netzkorrektur. Alle Kabe,l die an die Geräte angeschlossen waren, wurden mit einer speziellen Vibrationsdämpfung gegen vibrationsinduzierte Intermodulationen versehen. Ebenso wurden alle Kabel mit einer von mir entwickelten Abschirmung versehen, welche die elektromagnetischen Störungen dem System entzieht, indem die Störungen nicht wie üblich auf die Masse, sondern auf den Schutzkontakt der Netzsteckdose abgeleitet wurden. Dabei hatte jedes Kabel (auch Netzkabel) einen eigenen Stecker zur Ableitung, um jede Leitung einzeln mit und ohne Ableitung hören zu können (Level 3-Kabel).
Musik&Akustik-Kabel werden in 3 unterschiedlichen Levels nach der Umfeldverträglichkeit eingeteilt. Level 1-Kabel haben keine Reflexionen und sind an alle Geräte optimal angepasst. Level 2-Kabel sind zusätzlich vibrationsresistent durch einen zusätzlichen Dämpfungsmantel sowie antistatisch. Level 3-Kabel sind mit einem speziellen Schirm gegen elektromagnetische Interferenzen geschützt.
So wurde im Workshop vorgegangen:
Es wurde die Anlage anfangs mit mehreren Titeln gehört, um sich einzuhören. Die Anlage wurde als Referenz immer mit allen „Optimierungen“ gehört. Um festzustellen, wie sich eine Maßnahme auswirkte, wurde die verwendete Technik deaktiviert. Die Referenz (mit allem) wurde auf 100% gesetzt.
Die Ergebnisse:
Das Netzkabel kam als erstes dran. Dazu wurde die klangliche Wirkung beurteilt, wie es sich auswirkt, wenn elektromagnetische Wellen auf das Kabel einwirken können und eben nicht. Dazu wurde die Ableitung vom Schirm aus der Netzsteckerleiste gezogen. Auf dem Kabel und damit in den Geräten kam es daher zu elektromagnetischen Interferenzen (EMI´s). Wie anhand der Grafik zu sehen ist, brachen Räumlichkeit, Ortung und Detailreichtum so stark ein, dass auch der Gesamteindruck mit einer Verschlechterung von 100% auf nur noch 70% gehört wurde. Diese Größenordnungen an Veränderungen sind die größten, die je in einem Workshop bewertet wurden! (siehe EMI-Wirkung Netzkabel) (Ausnahme ein 250,-€ Verstärker zu einem 8.000,-€ Referenz-Verstärker). Aber es gab noch größere Unterschiede in diesem Workshop! 
Das NF-Kabel kam als nächstes. Es handelte sich um ein modifiziertes Black&White NF-1302. Als die Ableitung des zusätzlich von mir angebrachten Schirms entfernt wurde, verschlechterte sich der Gesamteindruck um 32% von 100% auf 68%. Interessant dabei war, dass der Räumlichkeitseinbruch nur mit 22% bewertet wurde. Normalerweise wird der Gesamteindruck ähnlich hoch wie der Gesamteindruck bewertet (siehe EMI-Wirkung NF-Kabel). 
Das Lautsprecherkabel wurde als nächstes auf seine klangliche Empfindlichkeit auf elektromagnetische Interferenzen überprüft. Mit einem Qualitätsverlust von 27% zeigte sich das Lautsprecherkabel noch am wenigsten von EMI´s beeindruckt. Vergleicht man dies aber innerhalb der Auswertungen aller meiner Workshops , so ist diese Differenz der Unterschied zwischen einem 450,-€ NAD und einem 8.000,-€ DENSEN Referenzverstärker (siehe EMI-Wirkung Lautsprecherkabel)! 
Die Musik&Akustik „Kurzschluss-Stecker“, die eigentlich keinen wirklichen Kurzschluss erzeugen, sondern HF-Energie tatsächlich vernichten, waren als nächstes dran. Zum Erstaunen aller war die Einstreuung direkt in das Gerät ähnlich fatal, wie die Einstreuung in die angeschlossenen Kabel! Die Qualität des Gesamteindrucks ging um 30% zurück (siehe EMI-Wirkung offene Eingänge)! In Anbetracht der geringen Kosten dieser Stecker von nur 10,-€/Stück ein erstaunliches Ergebnis. 
Die Hörversuche zeigten, dass HiFi-Systeme echte Sensibelchen sind. Ermöglicht man an nur einer Stelle das Eindringen von RF/HF in ein HiFi-System, so bricht die Qualität extrem zusammen. Bei diesen extremen Veränderungen war es interessant festzustellen, wie das Gehör zusätzlich auf die Verringerung der Reflexionen im Kabel reagierte und auf die durch Vibrationen induzierten Interferenzen im Kabel. Daher haben wir in den nächsten Durchgängen die Level – 3 –Kabel gegen Kabel ohne jede Musik&Akustik-Technologie gehört.
In einem weiteren Durchgang wurde daher ein original Black&White NF 1302 gegen ein komplett modifiziertes NF 1302 (incl. Zusatzschirm) gehört. Es zeigte sich, dass die anderen Techniken tatsächlich noch einmal einen deutlichen Einfluss hatten. Wurde das Musik&Akustik Level 3 – Kabel (Basis NF 1302) durch ein originales NF-1302 ersetzt, so fiel der Gesamteindruck nochmals um 10% auf nur noch 58% der Level 3 –Kabel Qualität! Die sehr unterschiedliche Bewertung des Raumeindruckes im Vergleich zum Gesamteindruck (wie bei dem Test mit und ohne Schirm) trat hier auch nicht mehr auf. Das bedeutet, der Raumeindruck fiel nochmals um 20% gegenüber dem Test ohne Schirm! Auffällig war hier der nochmals deutlich schwächere Detailreichtum. Dieser erreichte nur noch 53% vom voll modifizierten Kabel! 
Da die Teilnehmer auch einmal das „Monsterkabel“ Black&White LS 1602 (2x3m ca. 2500,-€) hören wollten, haben wir zur vorgerückten Stunde ca. 22 Uhr einen Vergleich zwischen einem Musik&Akustik Level-3-Kabel (Basis Black&White LS 1102) und dem original LS 1602 durchgeführt. Die Gesamtqualität der Wiedergabe ging durchschnittlich um 20% zurück. Wie zu erwarten war hatte das original LS 1602 einen ebenso vitalen Grundtonbereich, wie das voll getunte Kabel, konnte sich aber auch hier nicht absetzen (siehe Lautsprecherkabel mit und ohne alles). Das LS 1602 ist das einzige Original-Kabel für mich, mit dem man Fülle und Wärme bei Kompaktboxen erreichen kann. In meinem Lautsprecherkabel-Workshop sprengte die Bewertung des LS 1602 auch jeden Bewertungsrahmen und war besser wie die damalige 3.500,- € Referenz). Die Gesamtqualität im HiFi-Verstärker-Workshop des LS 1602 im Vergleich zum Musik&Akustik Level-3-Kabel (Basis LS 1102) führte auch gleich zu einer heftigen Diskussion über den Sinn und Unsinn eines so aufwendigen Kabels. Diese Diskussion konnte ich nur durch den Vergleich mit einem originalen LS 1102 beenden. Nachdem alle Teilnehmer den ganzen Abend das Level 3-Kabel gehört hatten, empfanden diese das originale LS 1102 dann so schlecht, dass jede weitere Diskussion verstummte. Es wurde klar, wie dramatisch besser ein originales LS 1602 gegenüber einem originalen LS 1102 ist. Die extreme Qualität des originalen LS 1602 wird auch dadurch deutlich, dass das LS 1602 mit 80% zur Level-3-Referenz immerhin 10% besser bewertet wurde, als das aufwendig getunte LS 1102 bei dem Hörversuch nur eben ohne Schirm (siehe oben „EMI-Wirkung Lautsprecherkabel).
